Im Jahre 1936 erwarb Pietro Della Fazia (Jahrgang 1908) die Ölmühle mit dazugehörigen Ländereien dort, wo sich unser Unternehmen heute noch befindet. Zu jener Zeit bestanden die Arbeitsgeräte aus einem Mühlstein, der durch ein Pferd bewegt wurde. Und aus einer hölzernen Presse, von Menschen mit der Kraft ihrer Arme betätigt. Die Produktionszeit war sehr lang, so dass die geernteten Oliven auf dem Pflaster gegenüber der Mühle aufgehäuft und auf die Verarbeitung warten mußten. Einige Jahre später beschloß Pietro Della Fazia, das Tier gegen einen Verbrennungsmotor als Energiequelle auszutauschen, und die hygienischen Bedingungen wurden nach und nach verbessert. Schon damals wurde das Verarbeiten der Oliven als eine sehr wichtige Tätigkeit geschätzt. Es existiert tatsächlich noch eine Lohntüte von 1956 über den Monatslohn eines Mitarbeiters.

In den darauffolgenden Jahren wurde einiges modernisiert. Die ersten hydraulischen Pressen ermöglichten es, auf die zweite Pressung der Rückstände zu verzichten und die Verarbeitung zu beschleunigen. Inzwischen wurde der Sohn Vito Della Fazia ( Jahrgang 1943) im Betrieb mit aktiv und brachte viel Kraft und beachtliche Ideen mit.

Bis in die 60-er Jahre trat das Öl zusammen mit dem Wasser der Oliven heraus. In dieser Zeit entstanden einige Qualitätsprobleme. Der lange Verbleib des Öls auf dem Wasser beschleunigte die Fermentation und führte zu einem Qualitätsverlust bei dem produzierten Öl.

Die technische Entwicklung brachte die ersten Zentrifugen, die für eine Wende in der Olivenölproduktion sorgten. Also nicht mehr diese lange Zeit, um Wasser und Öl zu trennen - nur noch wenige Sekunden. Nach der Anschaffung der ersten Zentrifuge, die damals noch aus Eisen und Gußeisen angefertigt war (Mitte der sechziger Jahre), folgten weitere und immer verbesserte, schließlich ganz aus rostfreiem Edelstahl hergestellt.

Zahlreiche Erneurungen der Räumlichkeiten waren nun notwendig und die Fortsetzung der Modernisierung der Geräte. Viele Probleme bezüglich des Transportes der Oliven, ihrer Verarbeitung und der Lagerung des Öls waren gelöst, aber es lag noch ein langer Weg vor uns bis zu einer optimalen Produktion.

Inzwischen übernahm Pietro Della Fazia (Enkel, geb.1967), kleine Aufgaben im Innenbereich der Ölmühle. Es war in den achtziger Jahren, als die Familie Della Fazia damit begann, den Qualitätsaspekt an oberste Stelle zu setzen und absolut die Produktion des kaltgepressten Olivenöls "extra vergine".

Nach einigen Jahren des Überlegens kam dann im Jahre 1996 der bedeutende Qualitätsschritt nach vorne: Alle herkömmlichen Produktionsanlagen wurden verschrottet und ersetzt durch eine effiziente Zentrifugieranlage. Eine tatsächliche und bedeutsame Veränderung der Ölmühle, und ab sofort wurde der Familie Della Fazia klar, dass der eingeschlagene Weg der richtige war.

Vito und Pietro Della Fazia, die nun das Unternehmen führten, perfektionierten die Anlagen und optimierten die Herstellungsprozesse. Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten. Tatsächlich konnte die Qualität des Endprodukts noch weiter verbessert werden.

Die zahlreichen Anerkennungen durch Branchenexperten sowie die vielen und bedeutenden Prämierungen bei internationalen Wettbewerben spiegeln das erreichte Niveau wider. Heute kann die Familie Della Fazia mit Fug und Recht behaupten, ein Olivenöl "extra vergine" höchster Qualitätsstufe zu erzeugen.

Dieses Rad aus unserer Mühle stammt noch aus der Zeit vor 1930, als die Mühlsteine noch vom Pferd bewegt wurden. Es wurde während einer Baumaßnahme wiedergefunden vergraben unter dem Platz gegenüber der Mühle.

Mühlsteine aus Granit, vrwendet in den 60-er Jahren. Die Bewegung dieser Mühlsteine erfolgte durch einen Verbrennungsmotor mittels einer Riemenscheibe.

Eines der ersten Modelle der Zentrifugenanlage, verwendet in den 60-er Jahren. Die Einführung dieser Maschinen stellte einen Richtungswechsel in der Produkition dar. Neben einer beachtlichen Reduzierung der Verarbeitungszeiten gelang eine deutliche Qualitätsverbesserung.

Kolbenpumpe zum Umfüllen des Öls, verwendet in den 60-er Jahren.